Die Gastro tickt anders!

Mai 27, 2021 | Allgemein

Früher war es einfach: Wer nichts wird, wurde Wirt. Aber die Bedingungen haben sich – nicht erst seit Corona – geändert. Systemgastronomie und individuelle Konzepte legen zu, die typische einfache Eckkneipe stirbt langsam aus.
Aber warum ist das so? Das Konsum- und Ausgehverhalten ändert sich, die Gäste werden anspruchsvoller und agieren zielgerichteter. Sie erwarten nicht nur ein Bier, sie wollen einen Apéro, ein passendes Food-Pairing oder beim Ausgehen mal was Neues entdecken. Wer heute als Gastronom erfolgreich sein will, braucht ein klares Konzept, gutes Personal und meist auch ein ordentliches Startbudget. Neben dem gastronomischen Handwerk muss man auch die Zahlen und sein Team im Griff haben. Oder einfach gesagt: Ein Vollblutgastronom sollte auch als Kaufmann Profi sein. Und diese Professionalität erwartet der Gastronom auch von seinen Geschäftspartnern:

  • Am Freitagabend ohne Termin zur Hauptstoßzeit in die Bar kommen und ein Produkt vorstellen? Keine gute Idee.
  • Eine Promotion, die nicht zum Konzept des Outlets passt und dem Gastronomen keinen klaren Vorteil bringt? Schwierig.
  • Eine Preisaktion im Lebensmittelhandel? Bringt zwar kurzfristig Volumen, aber was sagt wohl der Fachgroßhändler dazu?

Grundsätzlich erwartet die Gastronomie Geschäftspartner, die sie verstehen und mit ihnen auf Augenhöhe agieren – Markt Knowhow und Professionalität sind Grundvoraussetzung. Dabei gleicht eine Bar nicht der anderen und auch ein 5* Business Hotel hat andere Bedürfnisse als ein 5*Ferienresort. Für eine effiziente Vermarktung im HoReCa (Hotel, Restaurant, Catering) bzw. On-Trade Kanal wird vor allem eine trennscharfe Segmentierung benötigt. Bewährt haben sich hier anlass- oder motivationsbezogene Ansätze, die im Nachgang eine klare Vertriebssteuerung über die Einführung von Execution Standards mit konkreten Sortiments- und Promotionvorgaben ermöglichen.